Flashback 80er Party

Sie gelten als das Jahrzehnt des schlechten Geschmacks: die 1980er Jahre. Doch damit tut man der Zeit, die uns die Neue Deutsche Welle, den Zauberwürfel und MTV brachte, Unrecht. Musikalisch lieferte die Epoche zwischen 1980 und 1989 jede Menge Trends und beeinflusst Künstler bis heute.
Gleich zu Beginn des Jahrzehnts entwickelte sich aus dem Punk der späten 1970er ein neuer Stil namens New Wave. Und Visage („Fade To Grey“), OMD („Maid Of Orleans“) oder Ultravox („Vienna“) gaben mit ihren minimalistischen und kühlen elektronischen Beats den Rhythmus für die kommenden Jahre vor.

Mit dem Nummer-eins-Hit „Blue Monday“ markierten New Order 1983 den Höhe- und Wendepunkt dieses Genres. Längst hatte der Mainstream den Stil adaptiert und zu opulenten Sounds aufgeblasen. Ab 1984 feierten Acts wie Dead Or Alive („You Spin Me Round“), Alphaville („Big In Japan“) oder Frankie Goes To Hollywood („Relax“) mit tanzbaren Synthipop-Hits die großen Erfolge.
Überhaupt – denkt man an die Musik der Achtziger zurück – scheint alles im Discofox-Takt zu schaukeln. Italo-Disco, benannt nach seinem vorrangigen Produktionsstandort, war das Synonym für billig hergestellte Tanzmusik. Prominentes Beispiel: Gazebo mit „I Like Chopin“ (1983). Das britische Produzentengespann Stock, Aitken, Waterman schickte den Sänger Rick Astley („Never Gonna Give You Up“) ins Rennen um Tanzflächenpräsenz und in der Bundesrepublik schlug die Stunde von Dieter Bohlen (Modern Talking).
Dabei hatten die 1980er Jahre hierzulande doch so vielversprechend begonnen. Die Jahre 1981 bis 1983 waren als Zeit der „Neuen Deutschen Welle“ in die Geschichtsbücher eingegangen. Zuerst für Punk- und New-Wave-Bands wie Fehlfarben, Abwärts oder DAF gebraucht, wurde der Begriff aber nach deren steigender Popularität recht schnell inflationär beansprucht. Immer mehr Musiker drängten in diese Sparte, die mit Nena („99 Luftballons“), Peter Schilling („Major Tom“) oder Trio („Da da da“) neue Stars hervorbrachte. Weil die Plattenfirmen aber bald alles produzierten, was auf Deutsch sang, verflachte die Qualität und das Ende der NDW war absehbar.

Getränke Special:
As-Co
Apfelkorn
Amaretto-Kirsch

Visuell gibt es das schlimmste 80er auf Leinwand 😉

Author: admin

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Flashback 80er Party

Sie gelten als das Jahrzehnt des schlechten Geschmacks: die 1980er Jahre. Doch damit tut man der Zeit, die uns die Neue Deutsche Welle, den Zauberwürfel und MTV brachte, Unrecht. Musikalisch lieferte die Epoche zwischen 1980 und 1989 jede Menge Trends und beeinflusst Künstler bis heute.
Gleich zu Beginn des Jahrzehnts entwickelte sich aus dem Punk der späten 1970er ein neuer Stil namens New Wave. Und Visage („Fade To Grey“), OMD („Maid Of Orleans“) oder Ultravox („Vienna“) gaben mit ihren minimalistischen und kühlen elektronischen Beats den Rhythmus für die kommenden Jahre vor.

Mit dem Nummer-eins-Hit „Blue Monday“ markierten New Order 1983 den Höhe- und Wendepunkt dieses Genres. Längst hatte der Mainstream den Stil adaptiert und zu opulenten Sounds aufgeblasen. Ab 1984 feierten Acts wie Dead Or Alive („You Spin Me Round“), Alphaville („Big In Japan“) oder Frankie Goes To Hollywood („Relax“) mit tanzbaren Synthipop-Hits die großen Erfolge.
Überhaupt – denkt man an die Musik der Achtziger zurück – scheint alles im Discofox-Takt zu schaukeln. Italo-Disco, benannt nach seinem vorrangigen Produktionsstandort, war das Synonym für billig hergestellte Tanzmusik. Prominentes Beispiel: Gazebo mit „I Like Chopin“ (1983). Das britische Produzentengespann Stock, Aitken, Waterman schickte den Sänger Rick Astley („Never Gonna Give You Up“) ins Rennen um Tanzflächenpräsenz und in der Bundesrepublik schlug die Stunde von Dieter Bohlen (Modern Talking).
Dabei hatten die 1980er Jahre hierzulande doch so vielversprechend begonnen. Die Jahre 1981 bis 1983 waren als Zeit der „Neuen Deutschen Welle“ in die Geschichtsbücher eingegangen. Zuerst für Punk- und New-Wave-Bands wie Fehlfarben, Abwärts oder DAF gebraucht, wurde der Begriff aber nach deren steigender Popularität recht schnell inflationär beansprucht. Immer mehr Musiker drängten in diese Sparte, die mit Nena („99 Luftballons“), Peter Schilling („Major Tom“) oder Trio („Da da da“) neue Stars hervorbrachte. Weil die Plattenfirmen aber bald alles produzierten, was auf Deutsch sang, verflachte die Qualität und das Ende der NDW war absehbar.

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Amaretto-Kirsch

Visuell gibt es das schlimmste 80er auf Leinwand 😉

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